Okt.
25
Dave besucht die Kgalagadi-Wilderness-Camps

Jeder, der schon einmal im Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark war, weiß, dass die Wildnis-Camps sehr gefragt sind – sie sind selten verfügbar und es ist ziemlich schwierig eine Buchung zu bekommen. Was macht sie so besonders und warum lieben die Menschen sie so sehr?
Dafür gibt es einige Gründe und ein paar davon möchte ich hier nennen:
- Es sind kleine Camps mit meist nur vier Zweibetthütten. Das bedeutet, dass sie sehr ruhig sind und meist Gleichgesinnte anziehen.
- Sie sind nicht eingezäunt und die Wildtierbeobachtungen sind sehr nah und persönlich.
- Aufgrund der Ruhe sind die Tier- und Vogelstimmen morgens und abends atemberaubend.
- Alle Camps blicken auf ein Wasserloch und man muss nicht einmal wegfahren, denn man kann beim Frühstück oder auch beim Sundowner auf der Veranda viele, fantastische Wildbeobachtung erleben!
- Sie befinden sich in Wildnisgebieten, abseits der Hauptcamps, sodass man gute Chancen auf einzigartige Sichtungen haben kann, ohne dass viele andere Fahrzeuge unterwegs sind.
- Es ist immer ein Wildnisassistent im Einsatz, der einem bei Bedarf zur Seite steht und einen über Tiersichtungen rund um das Camp informiert.
Die Camps sind wirklich so angenehm und entspannend, dass man sie nur schwer wieder verlassen kann, wenn man erst einmal dort ist!

Aufgrund ihrer abgelegenen Lage gibt es einige Dinge, die hier nicht vorhanden sind:
- Strom – alle Wildniscamps werden mit begrenztem Solar-/Batteriestrom für die Beleuchtung und Gas zum Kochen, Kühlen und Warmwasser betrieben. Es gibt keinen 220-V-Anschluss zum Aufladen von Kameras usw.
- Es gibt keine Klimaanlage – in den heißen Sommermonaten kann es in diesen Hütten sehr heiß werden!
- Wasser ist begrenzt – ja, es ist im gesamten Park begrenzt, aber hier sollte man noch bewusster mit dem Wasserverbrauch umgehen.
- Man muss sein eigenes Trinkwasser, Essen und Holz/Holzkohle zum Grillen mitbringen..
Ich möchte kurz unsere Erfahrungen in vier Wildniscamps hier teilen.
Kieliekrankie

Der Eingang befindet sich an der unteren Dünenstraße nach dem Auchterlonie Museum. Dadurch ist das Camp von Twee Rivieren oder Mata Mata aus leicht zu erreichen und liegt ideal in der Nähe des Auob-Flussbetts. So hat man bequemen Zugang zu erstklassigen Jagdgebieten für Leoparden, Geparden und Löwen in unmittelbarer Nähe des Camps.
Kieliekrankie liegt hoch oben auf den Dünen mit Blick auf ein Wasserloch. Die vier Hütten sind wunderschön eingerichtet und gehören temperaturmäßig zu den kühleren Wildniscamps. Deckenventilatoren helfen gegen die Hitze.

Die Aussicht ist atemberaubend und die Stille und die Sterne begeistern! Der einfache Zugang zum Auob-Flussbett am frühen Morgen und späten Abend ist ein besonderes Privileg und wir verbrachten 20 Minuten allein mit einem Leoparden, der friedlich im Flussbett lag!

Urikaruus

Endlich haben wir hier eine Buchung bekommen – und herausgefunden, warum das so schwierig ist! Ein wunderschönes Wildniscamp mit vier rustikalen Hütten und einer Honeymoon-Suite auf Stelzen, hoch oben in den Baumkronen, ein Stückchen weiter entlang der Mata Mata Road nach dem Kamqua-Picknickplatz.
Ein fantastisches Camp, um die Natur mit Blick auf ein Wasserloch im Auob-Flussbett zu beobachten. Wir entspannten uns und lauschten den Geräuschen der Geckos, die bei Sonnenuntergang die Kalahari-Nacht besangen. Man weiß nie, was man hier zu sehen bekommt und einer unserer Nachbarn soll nachts sogar einen Leoparden an der Wasserstelle gesehen haben.

Dank der guten Anbindung an das Auob-Flussbett ist morgens eine entspannte Fahrt in ein erstklassiges Wildbeobachtungsgebiet in der Nähe der 13. und 14. Bohrlochschleife möglich – oder einfach im Camp bleiben, gemütlich frühstücken und beobachten, was am eigenen Wasserloch zu sehen ist!
Grootkolk

Grootkolk gehört schon lange zu meinen Lieblingsorten. Etwa 110 km nördlich von Nossob, zwischen den Wasserlöchern Kannaguass und Geinab, liegt es. Ich liebe die Einrichtung – die Hütte besteht aus zementierten Sandsäcken als Unterbau, die Seitenwände und das Dach aus Zeltplanen. Die Küche befindet sich im Freien mit Blick auf das Wasserloch – ein authentisches Buscherlebnis.

In der Gegend werden oft braune Hyänen, Leoparden und Löwen gesichtet, und die typischen Tiere einer Steppe sind wunderbar zu beobachten. Wir haben in dieser Gegend auch regelmäßig Warzenschweine gesehen!

Da die Entfernung zum Nossob Rest Camp so groß ist, ist dies ein idealer Ausgangspunkt, um den nördlichen Teil des Parks zu erkunden.
Gharagab

Gharagab ist eines der Wildniscamps für deren Zufahrt ein Allradfahrzeug erforderlich ist. Die Zufahrtsstraße nach Gharagab verläuft zwischen dem Picknickplatz Union's End und Union's End selbst. Dieser markante Teil des Parks ist aufgrund seiner Entfernung vom Nossob Camp (164 km) recht abgelegen. Die Einbahnstraße zur Zufahrt ist stellenweise recht tiefsandig, aber gut befahrbar. Die Ausfahrtsstraße weist einige anspruchsvollere Dünen auf, die etwas Geschick erfordern.

Das Camp selbst ist wunderschön abgelegen und äußerst friedlich. Sonnenauf- und -untergänge sind spektakulär und der Blick über das Wasserloch in die Dünen ist etwas ganz Besonderes. Spezielle Absperrungen schützen nachts die Räder vom Auto, da Löwen, insbesondere die Kleinen, diese gerne beißen, wenn sie durch das Camp kommen!

In all diesen Wildniscamps wird dem Reisenden etwas ganz Besonderes geboten, ein authentisches Erlebnis der Wildnis Afrika’s. Wenn man Glück hat und hier eine Buchung bekommt, wird die Mühe vor Ort mit diesen einmaligen Erlebnissen belohnt!
Wir freuen uns auf eure “wilden” Anfragen!
