Image Image Image Image Image

Nov.

25

Eine Reise durch Kwa-Zulu-Natal – als Familie oder als Paar!

In dieser Ausgabe unseres Newsletters werde ich (Elisa) euch von meiner Reise nach Kwa-Zulu-Natal berichten. Ich bin mit meinem Mann und unseren zwei Kindern in die nördlichen Drakensberge und in das Nambiti Game Reserve, sowie das Babanango Game Reserve gereist. Die Anfahrt ist sowohl ab Durban als auch ab Johannesburg möglich und nimmt sich von den Fahrtstrecken her nicht viel.

Unser erster Stopp war The Cavern – ein Paradis für Familien mit Kindern. Die Fahrtzeit mit einem Stopp unterwegs betraf 4 ½ Stunden ab King Shaka Flughafen. Es gibt viele Schlaglöcher unterwegs und man sollte eher vorsichtig fahren als rasen. The Cavern liegt inmitten von den Drakensbergen und bietet umwerfende Aussichten. Es gibt eigentlich fast alles, was das Herz begehrt: einen Swimming Pool, ein Spa, mehrere Spielzimmer mit Tischtennisplatte und Billardtisch, mehrere Fernsehräume (da nicht alle Zimmer einen TV haben), eine Bar, ein Restaurant, einen Tennisplatz, ein Rugbyfeld, uvm.

An jedem Morgen werden 2 Wanderungen angeboten: eine kurze für ca. 1 Stunde und eine längere für ca. 3 Stunden. Je nach Fitnesslevel kann man sich bei einer Wanderung kostenlos anmelden. Man kann aber auch sehr gut alleine wandern gehen, da alles gut ausgeschildert ist. Als Motivation für die Kinder gibt es einen Cavern Pass, in dem man sich die Aktivitäten abstempeln lassen kann und hinterher ein Eis gewinnt.

Wir waren auch mutig und sind für eine Stunde mit den Pferden ausgeritten. Das war wunderschön die Landschaft und Umgebung so mal anders wahr zu nehmen.

Die Zimmer sind neu saniert mit modernen Badezimmern, wobei die Schlafzimmer noch den alten, rustikalen Charme haben, aber dennoch aufgefrischt worden sind. Die meisten Zimmer bieten einen tollen Ausblick auf die Berge, die Einstiegskategorie hat allerdings keinen TV im Zimmer und auch keinen W-Lan. Familienzimmer gibt es natürlich auch; sowohl kleinere für Familien mit Budget als auch große Häuser mit Kamin, Wohnbereich und Terrasse zum Sitzen.

Wer es lieber ruhiger mag und etwas gediegener, der ist in der Montusi Mountain Lodge besser aufgehoben. Das Angebot hier ist ähnlich: Swimming Pool, Tennisplatz, Spielplatz, Pferde zum Reiten – aber alles in kleinerer Ausführung, denn hier steht Ruhe und Erholung nebst den Wanderungen im Vordergrund. Die Zimmer sind sehr schön mit Kamin und Blick auf die Berge eingerichtet, sehr komfortabel. Obwohl es auch hier Familienzimmer gibt und Montusi sehr familienfreundlich ist, sind gerade Familien mit kleineren Kindern in The Cavern besser aufgehoben.  

Danach sind wir für ca. 2 Stunden weiter in das Nambiti Private Game Reserve gefahren. Das Reservat ist ca. 23 000 ha groß und beherbergt mehrere Lodges. Wir waren in der Nambiti Hills Game Lodge, die etwas höher gelegen ist und einen schönen Ausblick über das Reservat bietet. Der Swimming Pool ist auf einem schönen Deck mit Pool Bar gelegen und von allen Hauptbereichen hat man einen wunderbaren Blick. Die Zimmer liegen immer im Set von 2 direkt nebeneinander und sind mit hellen Farben und Brauntönen eingerichtet. Von der Badewanne aus kann man wunderschön in die Landschaft blicken und die Seele baumeln lassen.  

Obwohl die Lodge Kinder akzeptiert, gibt es keine Familienzimmer und man muss demnach 2 Zimmer nebeneinander nehmen, was bei etwas älteren Kindern kein Problem ist. Familien mit jüngeren Kindern sollten lieber in die Springbok Lodge gehen, die auf Familien ausgerichtet ist. Hier gibt es einen Kinderspielplatz und ein Volleyballfeld für die Pausen zwischen den Pirschfahrten. Diese Lodge ist aber mit ihren 21 Zelten viel größer im Vergleich zu den 10 aus Stein gebauten Suiten von Nambiti Hills.  

Das Nambiti Reservat ist voll mit Prärie Tieren wie Zebras, Kudus, Giraffen, Gnus, Warzenschweinen und Impalas. Jede Lodge kann im gesamten Reservat auf Pirschfahrt gehen, wobei die Straßennetze noch nicht überall ausgebaut sind. Von daher ist es sehr schwer Leoparden zu sehen, weil diese sich in den Bergen verstecken. Keine Lodge ist erlaubt von den Straßen herunter durch den Busch zu fahren, so dass man hoffen muss, dass die Tiere nah an der Straße stehen. Wir hatten das Glück die Elefantenherde zu sehen, die direkt am Fluss war. Auch die Büffel hatten sich entschieden direkt vor uns die Straße zu überqueren und Nashörner haben sich auch blicken lassen. Ein Highlight gleich zu Beginn war die Sichtung von Geparden, die sich am Straßenrand sonnten. Hierzu muss man sagen, dass die Geparden ein Halsband tragen. Dieses wird nicht zur Tierbeobachtung genutzt, sondern für die Forschung und den Schutz der Nachbarn, da sowohl die Geparden als auch Leoparden gerne mal abhauen. Und zu guter letzt haben sich dann noch die Löwen gezeigt, was ein Highlight für die ganze Familie war.  

Unsere zweite Safari Lodge war im Babanango Game Reserve, was eine ca. 3 stündige Fahrt ab Nambiti war. Babanango Game Reserve hat nur 3 Lodges: Zulu Rock (hoch oben auf einem Hügel mit grandioser Aussicht auf das Reservat), Valley Lodge (im Tal und super kinderfreundlich) und Madwaleni River Lodge (direkt am Fluss und perfekt für Honeymooner). Es gibt eigentlich noch eine vierte Unterkunft – Matatane – diese ist aber sehr rustikal und wird eher für Schulausflüge und Studenten benutzt.  

Alle 3 Lodges sind auf ihre Art sehr schön und somit ist auch hier für jeden etwas dabei. Wir waren bei Zulu Rock in der Family Villa, die zwar leider keinen Ausblick hat, dafür aber einen kleinen privaten Pool zum Schwimmen. Von der Einrichtung her hat man alles, was man braucht und auch die Hauptlodge war sehr schön eingerichtet – alles konzentriert sich hier auf die tolle Aussicht.  

Die Valley Lodge hatten wir mit unserem Ranger besucht und fanden wieder ein Paradis für Kinder. Es gibt einen langen Pool zum Schwimmen, einen Kinderspielplatz und eine kleine Ecke für Entdecker. Valley Lodge bietet auch ein Yoga Deck an, sowie ein Fitnesscenter.  

Madwaleni River Lodge liegt direkt am Fluss. Die Zelte sind wunderschön eingerichtet und es fehlt an nichts. Man hat sogar einen kleinen privaten Pool auf dem Deck und die Aussicht bringt eine Ruhe mit sich, dass man endlich im Urlaub angekommen ist.

Landschaftlich sind beide Reservate (Nambiti und Babanango) wunderschön und sehr abwechslungsreich. Man weiß nie, was sich hinter der nächsten Kurve oder dem nächsten Hügel verbirgt. So bleiben die Pirschfahrten sehr spannend.  

In Babanango sieht man auch sehr viele Zebras, Giraffen, Impalas, Kudus und andere Tiere typisch für die Prärie. Die Geparden konnten wir leider nicht sehen, da sie zu weit von uns entfernt waren. Die Leoparden verstecken sich auch hier hoch oben in den Bergen und sind eher eine Seltenheit. Wir hatten jedoch riesen Glück zwei männliche Löwen auf unserer Fahrt nach Madwaleni zu erleben, die wir plötzlich hinter einer Kurve im Gebüsch entdeckten. Büffel und Nashörner haben wir auch sehr oft gesehen auf unseren Fahrten durch das Reservat, nur die Elefanten hatten sich weit unten am Fluss versteckt. Ähnlich wie be Nambiti darf man auch in Babanango nicht von der Straße herunter fahren, um die Natur zu schützen. Wir hatten aber wirklich eine schöne Zeit und waren traurig, die ca. 3 ½ Stunden zurück zum Durban Flughafen fahren zu müssen.  

Anmerkung zu den Straßenverhältnissen: Es war nicht schlimm. Man muss nach Vorschrift fahren und kann nicht rasen. Es sind teilweise Streckenabschnitte sehr schlimm, aber das positive war, dass sehr viel gebaut wurde und Straßenreparaturen statt fanden. Wir sind immer gut voran gekommen, sind aber auch mit Bedacht und Vorsicht gefahren.  

So, und nun steht schon fast Weihnachten vor der Tür. Die Adventszeit beginnt und in Südafrika ist der Sommer in vollem Schwung. Wir freuen uns eure Kunden bald bei uns willkommen zu heißen!  

Euer Ilanga Travel Team!