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Aug

14

Important New South African Immigration Regulations

Um die aktuelle Situation und anhaltende Entwicklung in Bezug auf unsere neuen Einwanderungsgesetze zu erklären, nehme ich mir die Freiheit, Kernsätze aus verschiedenen gedruckten, elektronischen und sozialen Quellen, wie in den letzten Wochen veröffentlicht, zu zitieren:

Unzählige nationale und internationale Vertreter aus dem Tourismussektor (darunter auch Verbände wie die World Travel Agents Association, die European Travel Agents and Tour Operators Association, der Board of Airline Representative, Südafrika) bemühen sich derzeit, die Regierung um einen Aufschub von 12 Monaten bis zur Einführung der neuen Einreisebestimmungen zu bewegen, damit potenziell verheerende Folgen für den Tourismussektor des Landes verhindert werden können. Der Minister für Tourismus, Derek Hanekom, sagt, dass die Diskussion über die neuen Regelungen am Laufen ist und das Ministerium nicht dem Ergebnis dieser Gespräche zuvorkommen möchte. „Wir möchten betonen, dass viele Vertreter der Industrie direkt mit dem Minister im Gespräch sind.“

Die Aussage von Minister Gigaba (Ministerium für Inneres/Home Affairs), dass der Zug noch nicht abgefahren und das Ministerium für Inneres offen für Vorschläge sei, ermutigt David Frost, CEO von SATSA. Jedoch warnt er, dass die Unsicherheit hinsichtlich der Neuregelungen bereits Wirkung zeige und viele SATSA-Mitglieder von Stornierungen berichten.

In der Zwischenzeit hat die Abteilung für Inneres eine Verlängerung bis zum 1. Oktober 2014 gewährt, um die neuen Anforderungen einzuführen.

In den nächsten Tagen trifft sich der Minister für Tourismus, Derek Hanekom, mit Minister Gigaba. SATSA hat zusammen mit TBCSA einen umfassenden Bericht zusammengestellt, der ein schlüssiges Dokument von Grant Thornton über potenzielle Verluste in Bezug auf die Geburtsurkunden und biometrischen Visa einschließt.

Aber trotz dieser anhaltenden Bemühungen können wir als Branche nicht abschätzen, wie erfolgreich wir mit der Durchsetzung einer 12-monatigen Aussetzung, die eine eingehende Beschäftigung und Konsultation mit dem Tourismussektor über diese höchst unrealistischen Einreisebestimmungen erlauben würde, sein werden.

Im Hinblick auf den sich rasch nahenden 1. Oktober 2014 halten wir es daher für notwendig, Ihnen mitzuteilen, dass wir – falls nicht ein Wunder passiert – damit rechnen müssen, dass die neuen Regelungen tatsächlich in Kraft treten werden.

Wir haben sicherlich nicht die Hoffnung und schon gar nicht unsere Versuche aufgegeben, diese neuen Regelungen abzuwenden, aber gleichzeitig wollen wir nicht bis zur „letzten Minute“ warten, bevor wir Sie darüber informieren. Dies gibt Ihnen nun die Möglichkeit und nötige Zeit, Ihre Kunden, die eine Reise nach Südafrika mit Kindern unter 18 Jahren geplant oder gebucht haben, entsprechend zu informieren, da sie im schlimmsten Fall mit großem bürokratischem Papieraufwand rechnen müssen (so komisch das klingt), wenn sie mit ihren Kindern nach Südafrika ein- und ausreisen.

Neue Einreisebestimmungen ab 01.10.2014 für Minderjährige unter 18 Jahren in die Republik Südafrika, auch wenn diese mit beiden leiblichen Eltern reisen – folgende Dokumente werden benötigt und müssen vor Reiseantritt besorgt werden:

  • Personen unter 18 Jahren müssen neuerdings bei Ein- und Ausreise eine vollständige Geburtsurkunde im Original (unabridged birth certificate) vorweisen, aus welcher beide Eltern hervorgehen. Soweit diese nicht in englischer Sprache ausgestellt ist, muss eine beglaubigte Übersetzung ins Englische ergänzend vorgelegt werden.

    Die südafrikanische Botschaft in Berlin empfiehlt betroffenen Eltern, eine sogenannte „Internationale Geburtsurkunde“ (oder auch „Auszug aus dem Geburtseintrag“) bei der zuständigen städtischen oder örtlichen Stelle zu beantragen und im Original mitzuführen. Die Ausstellung dieses in mehreren Sprachen, darunter Englisch, abgefassten Dokuments erfolgt seitens der deutschen Behörden in aller Regel einfach und schnell.

  • Reist ein Minderjähriger nicht in Begleitung beider sorgeberechtigter Elternteile, muss außerdem nachgewiesen werden, dass der nicht anwesende Elternteil entweder mit der Reise einverstanden ist (eidesstattliche Versicherung („Affidavit“), Passkopie und Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils) bzw. dass die Einverständniserklärung nicht erforderlich ist (gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht bzw. Sterbeurkunde).

    Das erwähnte „Affidavit“ (im Sinne von „Einverständniserklärung“) sollte in englischer Sprache erstellt werden und muss im Beisein eines Notares oder eines South African Commissioner of Oath (entweder in der Botschaft Südafrikas in Berlin oder im Generalkonsulat Südafrikas in München) unterzeichnet werden. Soweit das Dokument nicht auf Englisch verfasst werden kann, muss eine beglaubigte Übersetzung ins Englische ergänzend vorgelegt werden. Mustervorlage für die Einverständniserklärung/Affidavit von der südafrikanischen Botschaft als Datei im Anhang.

  • Personen, die mit Minderjährigen reisen, welche nicht ihre eigenen Kinder sind, müssen eine Kopie der vollständigen Geburtsurkunde des Kindes sowie eidesstattliche Versicherungen („Affidavit“), Passkopien und die Kontaktdaten beider sorgeberechtigter Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters des Kindes vorlegen.

  • Allein reisende Minderjährige müssen darüber hinaus bei Einreise ein Bestätigungsschreiben sowie die Kontaktdaten und eine Passkopie derjenigen Person vorlegen, zu welcher der Minderjährige in Südafrika reisen soll.

  • Es wird dringend empfohlen, englischsprachige Erklärungen, Urkunden bzw. Übersetzungen vorzulegen.

  • Selbstverständlich halten wir Sie über die weiteren Entwicklungen hier informiert und hoffen für uns alle, dass ein weiterer Aufschub der Implementierung erteilt wird. Aber in der aktuellen Situation, in der wir nur hoffen können, jedoch nichts konkret auf eine rasche Lösung hinweist, bitten wir Sie freundlich, mit den oben genannten Informationen im Hinblick auf Ihre Kunden nach eigenem Ermessen umzugehen.

    Vielen Dank und liebe Gruesse, Ani